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Z - Zecken

Wussten Sie, dass Zecken entfernte Verwandte der Spinne sind und eigentlich nur im medizinischen Bereich als Insekt bezeichnet werden? Es handelt sich dabei um blutsaugende Parasiten, die weltweit verbreitet sind und sowohl Mensch als auch Tier befallen können. Sie ernähren sich vom Blut ihrer Wirte und können, soweit sie Krankheitserreger in sich tragen, diese auf den Wirt übertragen. Hunde sind natürlich auch gefährdet und können sich durch einen Zeckenbiss schwerste Krankheiten zuziehen. Im folgenden beschreibe ich die Borreliose, Babesiose und Ehrlichiose, die wohl bekanntesten und gefährlichsten Krankheiten, die durch Zecken ausgelöst werden.

Grundsätzlich ist jede Zecke als potentieller Träger des Borreliose-Erregers anzusehen. Das bedeutet allerdings nicht, dass alle Opfer eines Zeckenbisses an Borreliose (Lyme-Borreliose) erkranken. Ein gesundes Immunsystem kann den Erreger selbst bekämpfen und es kommt nur zu leichten grippalen Beschwerden. Wenn aber das Immunsystem geschwächt ist oder gerade mit einer anderen Krankheit zu kämpfen hat, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es zum Ausbruch der Krankheit kommt, und das kann auch Jahre nach dem Biss sein. Bei Hunden dringen die aktivierten Erreger (Borrelien) ungefähr 24 Stunden nach dem Biss einer infizierten Zecke ein. Eine schnelle Entfernung der Zecke kann also eine mögliche Übertragung noch verhindern!

Symptome der Borreliose:

Ein typisches Erkennungszeichen ist eine ringförmige, sich ausbreitende Hautrötung, die aber bei Hunden aufgrund des Felles oft nur schwer zu erkennen ist. Eine Diagnose wird weiterhin erschwert, da es keine einheitlichen Symptome gibt. Allerdings sind die folgenden Umstände Indikatoren der Borreliose-Erkrankung: Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit, Fieberschübe. Im weiteren Verlauf kann es auch zu Herzproblemen, Nierenerkrankungen oder Entzündungen sowie Lähmungserscheinungen kommen.

Bei wechselnder oder unerklärlicher Lahmheit oder Schmerzen der Gelenke sollte in jedem Fall ein Sreeningtest gemacht werden. Zur Sicherheit kann auch eine Immunoblot-Blutuntersuchung zur umfangreicheren Abklärung sinnvoll sein.



Eine weitere von einem Parasiten (Babesia canis) ausgehende Gefahr ist die Babesiose, die der Infektionskrankheit Malaria ähnelt. Der Erreger zerstört die roten Blutkörperchen und führt zur Blutarmut. Unerkannt und unbehandelt endet sie meist tödlich für unseren Vierbeiner.

Symptome der Babesiose:

Der Hund wirkt apathisch, matt und fühlt sich unwohl. Auch blasse Schleimhäute, Hautveränderungen, Fieber, starker Durst und neurologische Beschwerden sowie Bewegungsstörungen können Anzeichen der Babesiose sein.

Auch hier ist ein Sreeningtest ratsam. Oft liegen bei Blutuntersuchungen die Milz- und/oder Leberwerte außerhalb des Normbereiches.



Die Ehrlichiose-Bakterien (Ehrlichia canis), die besonders im Mittelmeerraum übertragen werden, schädigen das Immunsystem und befallen die weißen Blutkörperchen. Nicht selten kommt es zu einer Doppelinfektion mit Babesien.

Symptome der Ehrlichiose:

Etwa 1-4 Wochen nach der Infektion durch den Parasiten sind oft keine bis nur leichte Symptome zu erkennen. Diese reichen von Juckreiz, Appetitlosigkeit über eitrigen Nasen- u. Augenausfluss bis hin zu Atemwegsbeschwerden sowie Krampfanfällen und Lähmungen.

Ab der 6. bis 9. Woche bis hin zu mehreren Monaten zeigen einige Hunde noch immer nur leichte Symptome, aber es kann auch zu ernsthaften Komplikationen wie Gewichtsverlust, Blutungen oder Blutarmut kommen.



VORBEUGUNG ist besser als NACHSORGE ! Daher empfehle ich Ihnen, Ihren Hund täglich nach Zecken abzusuchen, denn die Gefahr der Erkrankung verringert sich, wenn die Zecke frühzeitig entfernt wird.

Als Präventionsmaßnahme des Zeckenbefalles empfehle ich zwischen Frühjahr und Herbst das Scalibor-Halsband (von Preventic), da dies gleichzeitig zur Vorbeugung gegen die Sandmücke wirkt, die Leishmaniose übertragen kann. Dieses Halsband ist allerdings sehr teuer.

Eine weitere oder auch alternative Vorbeugung kann mit speziellen, beim Tierarzt erhältlichen Antiparasiten-Produkten erreicht werden, die als Sprays oder Ampullen verkauft werden. Hier gibt es verschiedene Firmen und Produkte, wie z. B. Frontline, Exspot, Advantix, ProMeris Duo etc. Bitte achten Sie bei der Anwendung der Produkte auf die genauen Angaben der Hersteller. Meist reicht der Schutz auch gegen Flöhe und teilweise auch gegen Mücken.




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