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P - Prozessionsraupen


Prozessionsraupen sind „gefährlicher als sie aussehen“

Sobald es wärmer wird und der Winter sich verabschiedet, tauchen die Raupen des Pinien-Prozessionsspinners auf. Man sieht dann überall in Pinien und anderen Nadelbäumen (z. B. Aleppokiefern) ihre sackförmigen Nester, die auch ein wenig an Kokons erinnern. Die Raupen werden bis zu 4 cm lang, sind seitlich dunkel gefärbt und haben auf dem Rücken rotbraune Warzen. Wenn sie ihre Nester bei guten Wetterbedingungen verlassen, wandern sie prozessionsförmig, dicht hintereinander kriechend, über Waldboden, Fußwege, Straßen und Mauern, um auf Nahrungssuche zu gehen. Da sie weiche Nadeln der Pinien oder Kiefern bevorzugen, richten sie gerade bei kleineren und jüngeren Bäumen nicht unerhebliche Schäden an.

Aus den Rückenwarzen der Raupen wachsen lange weiße Haare, und die sind das große Problem! Diese feinen, aber scharfen Haare sind mit einer speziellen Giftflüssigkeit unter der Außenhaut der Raupe verbunden. Schon bei leichter Berührung dringen die Haare in die Haut von Mensch und Tier ein, brechen ab und verursachen schmerzhafte Entzündungen und starken Juckreiz. Tiere sind besonders anfällig und gefährdet, und gerade Hunde schnüffeln doch so gerne neugierig am Boden entlang und „lesen so die Tageszeitung“. Bitte bedenken Sie, dass Welpen durch ihre Neugier besonders gefährdet sind !!!

Einmal mit diesen Raupen in Berührung gekommen, so sollte Tier als auch Mensch sofort zum Arzt. Die Menschen können recht gut behandelt werden, da es hier oft nur vereinzelte Hautstellen betrifft. Bei Hunden, die aber mit ihren empfindlichsten Organen wie Nase und Mund mit dieser Insektengattung und deren Härchen in Berührung gekommen sind, weisen oft so starke Verletzungen auf, dass ihnen ein Teil der Zunge abgenommen werden muss oder man sie im schlimmsten Fall sogar von den Qualen erlösen sollte.

Es besteht die Möglichkeit, die Nadelbäume schon im Spätherbst mit chemischen Spritzmitteln vor dem Befall und dem Nestbau dieser Raupen zu schützen, aber Vorsicht: Diese Mittel und deren Anwendung sind genehmigungsbedürftig und bringen auch gesundheitsschädliche Gefahren mit sich.

Es empfiehlt sich, in den Monaten Januar bis März (je nach Wetter) sehr achtsam zu sein, besonders wenn auf Ihrem Grundstück Nadelbäume stehen. Befallene Äste sollten sofort abgeschnitten und mitsamt den Nestern verbrannt werden.




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