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Nackenschütteln

Viele Hundetrainer waren früher der Meinung, dass man sich mit dem sogenannten „Nackenschütteln“ bei unseren Vierbeinern Respekt verschaffen kann. Diese Annahme ist nach neueren kynologischen Erkenntnissen aber nicht nur falsch, sondern sogar gefährlich, denn das Nackenschütteln kann traumatische Erinnerungen bei einem Hund hinterlassen.
 
Dazu muss man wissen, dass der Wolf diesen Nackengriff und das anschließende Schütteln gegenüber kleineren Beutetieren anwendet, um ihnen so das Genick zu brechen. Welche Todesangst wird also ein Hund haben, wenn er von seinem menschlichen Partner, dem er vertraut, im Nacken geschüttelt wird? Dieser Schrecken kann verständlicherweise dazu führen, dass der Hund in vermeintlicher Notwehr panisch reagiert und zuschnappt. Als weitere Folge ist nicht auszuschließen, dass der Hund seinen Menschen womöglich für geistesgestört hält, denn aus seiner Sicht ist die Handlung des Halters absolut unverständlich. Auf jeden Fall hält er den Menschen aber für zu schwach, um ihn (den Hund) tatsächlich zu töten. Beides verschlechtert das Verhältnis zwischen Hund und Mensch, das Vertrauen geht verloren.
 
Wenn Sie Ihren Welpen bestrafen, dann nutzen Sie bitte nur die Verhaltensweisen, die auch die Urahnen Mutter und Vater Wolf benutzen würden: Überschnauzengriff, Umwerfen, Scheinangriff oder Nichtbeachtung; aber niemals Nackenschütteln oder Schläge anwenden! Eine Hündin ignoriert in erster Linie das Fehlverhalten ihres Welpen und bestärkt das gewünschte Verhalten durch Zuwendung und Aufmerksamkeit. Halten Sie es bei der Erziehung ebenso und bedenken Sie, dass Lob oder Strafe unmittelbar nach der Handlung des Tieres erfolgen muss, damit es seine Tat und Ihre Reaktion in Zusammenhang bringt und erst dadurch die richtigen Konsequenzen zieht bzw. lernt.




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