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M - Maulkorb

Wenn Sie bereits auf meinen Seiten ein wenig gestöbert haben, werden Sie sich vielleicht wundern, dass ich ausgerechnet über die Gewöhnung an den Maulkorb schreibe. Natürlich bin auch ich kein Freund davon, aber es gibt Situationen, in denen ein Maulkorb hilfreich ist oder notwendig wird, und dann sollte sich Ihr Hund damit so wohl wie nur möglich fühlen.
 
Ob nun zur Vorsorge, zur Sicherheit oder der Umwelt zuliebe, bei Verhaltenstherapien, bei einem Tierarztbesuch oder einfach nur, weil Sie verhindern wollen, dass Ihr Liebling beim Gassigehen etwas Schädliches oder Vergiftetes vom Boden frisst, ein Maulkorb kann sehr nützlich und unter Umständen lebensrettend sein.
 
Schon bei der Auswahl des Maulkorbes gilt es neben der gut sitzenden und richtigen Größe zu beachten, dass die Softmaulkörbe aus Nylon nicht zum längeren Tragen geeignet sind, da der Hund nicht richtig hecheln und trinken kann. Eher eignet sich ein Maulkorb aus einfachem Kunststoff, der darüber hinaus auch noch gut zu reinigen ist.
 
Damit Ihr Hund den Maulkorb trotz Einschränkung akzeptiert, sollten Sie diesen Ihrem Hund so positiv vertraulich machen wie möglich. Zuerst schmieren Sie großzügig Streichwurst in den Maulkorb. Dann setzen Sie sich hin, halten Ihrem Hund den verführerischen Maulkorb mit Wurst hin und ermuntern ihn, seine Nase hineinzustecken, um an die leckere Wurst zu gelangen. Diesen Vorgang können Sie zwei- oder dreimal hintereinander wiederholen, sollten aber auf keinen Fall versuchen, schon jetzt den Nackenriemen zu schließen. Optimal wäre, wenn Sie diese Übung mehrmals am Tag einige Tage lang durchführen, bevor Sie zum nächsten Schritt übergehen.
 
Nach ein paar Tagen können Sie damit beginnen, den Befestigungsriemen zu bewegen und sanft hinter den Ohren zusammenzuhalten oder ganz locker zu schließen. Sobald aber die ganze Wurst abgeleckt ist, öffnen Sie den Riemen wieder. Bitte haben Sie Geduld und geben Ihrem Hund Zeit, um Fortschritte machen zu können. Auch diese Übung sollten Sie ein paar Tage lang mehrmals über den Tag verteilt mit Ihrem Hund ausführen.
 
Der nächste Schritt wäre, wie bei allen Übungen, den Maulkorb mit Streichwurst zu bestreichen und ab jetzt – sofern Ihr Hund schon soweit ist - den Nackenriemen zu schließen, aber nicht sofort zu öffnen, sobald die Wurst abgeleckt ist, sondern dem Hund durch das Gitter vom Maulkorb noch einige Wurst-oder Käsestückcken zu geben und so die Tragezeit nach und nach zu verlängern.
 
Auch diesen Vorgang sollten Sie mehrmals am Tag wiederholen und dabei die Tragezeit ständig ein wenig verlängern und die Leckerchengabe dabei verringern. Nach ca. 2 – 3 Wochen sollte sich Ihr Hund eigentlich an das Tragen des Maulkorbes gewöhnt haben. Sollte Ihr Hund hin und wieder noch versuchen, sich den Maulkorb abzustreifen, lenken Sie ihn mit Futter ab oder ignorieren diese Aktionen. Auf keinen Fall jedoch dürfen Sie mitleidend darauf eingehen!
 
Bitte lassen Sie Ihren Hund erst nach erfolgreicher Gewöhnung mit dem Maulkorb alleine und füttern ihn nicht direkt vor dem Anlegen des Maulkorbes, da nach Fütterung die Gefahr des Erbrechens bestehen könnte.
 






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