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L - Leishmaniose

Die am Mittelmeer häufig verbreitete Sandmücke (Phlebotominae, dt. Phlebotomus) ist Zwischenwirt und Überträger des Parasiten Leishmania. Wenn z. B. eine Mücke dieser Art bei einem an Leishmaniose erkrankten Hund Blut gezapft hat, entwickelt sich der Erreger innerhalb von ca. 5 – 20 Tagen im Verdauungstrakt der Mücke. Sticht diese Mücke nach ca. 20 Tagen einen anderen Hund, so wird sie diesen mit dem Leishmania-Parasiten höchstwahrscheinlich infizieren.

Eine direkte Übertragung vom Hund auf den Menschen ist deshalb nicht möglich, da der Erreger die Mücke als Wirt braucht, um sich entwickeln zu können. Allerdings sind auch Menschen und andere Säugetiere gefährdet, wenn sie von einer Mücke gestochen werden, die vor ca. 20 Tagen z.B. einen mit Leishmaniose infizierten Hund als Futterstelle benutzt hat. Von allen Säugetieren ist der Hund dabei die gefährdetste Art, da sein Immunsystem diesen Erreger am schlechtesten bekämpft.

Bis die Krankheit Leishmaniose bei einem Hund ausbricht, können mehrere Wochen, Monate oder sogar Jahre vergehen. Da die Aussicht auf Genesung bei einem Hund, der noch keine Symptome zeigt, die besten sind, sollten Sie regelmäßig alle 6 Monate einen Bluttest von Ihrem Tierarzt machen lassen, um schwerwiegenden Folgeerscheinungen mit schlechten Heilungschancen auszuschließen.

Ich rate Ihnen, sich vorbeugend zu verhalten, um eine Ansteckung Ihres Hundes gar nicht erst zuzulassen oder zumindest die Wahrscheinlichkeit dafür herab zusetzen: Nehmen Sie Ihren Hund in der Morgen- und Abenddämmerung mit ins Haus und verwenden sie ein Anti-Mücken-Präparat. Nach meinem Wissen ist z.Z. das Scalibor-Halsband von Preventic das einzige Produkt auf dem Markt, das auch gegen Mücken schützen soll. Alternativ bieten auch andere Produkte, die vor Zecken schützen, einen gewissen, aber meist nur geringen Schutz gegen Mücken (z. B. Exspot-Ampullen).

Bevor im Weiteren die Anzeichen der Leishmaniose beschrieben werden, möchte ich unbedingt anmerken, dass diese oft nicht eindeutig alleine dieser Krankheit zuzuordnen sind. Bei Auftreten der beschriebenen Symptome sollten daher auch unbedingt andere Mittelmeerkrankheiten wie Ehrlichiose, Borreliose, Babesiose in Erwägung bzw. ausgeschlossen werden.

Symptome der Leishmaniose:

Die ersten Anzeichen sind oft Appetitlosigkeit, Trägheit, kontinuierliche Gewichtsabnahme, Durchfall und Fellverlust mit Schuppenbildung. In Spanien haben viele Hunde auch kleine oder offene Wunden an Augen, Ohren, Nase oder Vorder- u. Hinterläufen, die sehr schlecht verheilen.

Im weiteren Verlauf können Nasenbluten, Fieber, Vergrößerung der Lymphknoten und Blutarmut auftreten. Oft werden auch Milz, Leber und Knochenmark befallen.

Bei einem fortgeschrittenen Krankheitsverlauf kann es zu Nierenversagen kommen, wofür neben den Leishmanien leider oft auch die zur Therapie der Krankheit eingesetzten Medikamente führen.





Nachfolgend noch ein Mini-Lexikon, falls Sie Ihren Vierbeiner beim Tierarzt auf Mittelmeerkrankheiten untersuchen lassen wollen:
 
 

durch Mücken übertragene Krankheiten   enfermedades transmitidas por mosquitos 
Mücke  mosquito 
durch Zecken übertragene Krankheiten  enfermedades transmitidas por garrapatas 
Stich   picadura 
Leishmaniose  leismaniosis  
Ehrlichiose   erliquia/erliquiosis canina    
Babesiose   babesiosis   
Borreliose  enfermedad de Lyme / borreliosis          
Halsband  collar 
Anti-Parasiten-Halsband  collar antiparásito 
Ampulle  ampolla / pipeta 



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