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H - Hundelautsprache

Wie oft und in welchem Ausmaß Hunde Laute von sich geben, hängt auch mit der Rasse zusammen. Wachhunde bellen eher als Jagdhunde, die möglichst ruhig sein müssen, um das Wild nicht zu verscheuchen.

Um die Laute des Hundes richtig deuten zu können, sollte man auch die Körpersignale in der entsprechenden Situation beachten und dann das gesamte Hundeverhalten interpretieren.


Bellen... ist grundsätzlich ein normales und angeborenes Verhalten, welches der innerartlichen Kommunikation und der Revierabgrenzung dient. Bellen signalisiert Erregung des Hundes. Grundsätzlich kann man sagen, dass ein Hund umso schneller bellt, je aufgeregter er ist, und umso tiefer, je drohender es gemeint ist.

Manche Hunde bellen, wenn sie einen Artgenossen oder einen Zweibeiner zum Spiel auffordern wollen, andere machen penetrant darauf aufmerksam, dass es Zeit zum Füttern oder Gassigehen ist, und manche Hunde bellen bei der Begrüßung, sozusagen vor Freude.

Ein lästiges Kläffen aber – egal aus welchem Grund (Gewohnheit, Langeweile, individuelle Veranlagung, übertriebenes territoriales Verhalten, Unsicherheit etc.) – trägt nicht gerade dazu bei, die Freundschaft der Nachbarn zu gewinnen, und Nicht-Hundekenner verstehen es manchmal sogar als Bedrohung.

Heulen... dient den Wölfen zur Verständigung innerhalb des eigenen Rudels und zur Reviermarkierung, bei Hunden tritt dieser Laut meist nur bei nordischen Rassen auf. Es gibt aber Ausnahmen, so können z. B. das Gefühl des Verlassenseins oder Reize wie Martinshörner oder andere Sirenen Hunde zum Heulen zu bringen.

Winseln... kann unterschiedliche und auch gegensätzliche Gemütszustände als Ursache haben. In seltenen Fällen drückt es Freude und Aufregung aus, meist ist es ein Anzeichen für Unbehagen beim Hund (Stress, Ungeduld, Frustration, Langeweile, Einsamkeit, psychische Verstimmung). Grundsätzlich kann man sagen, dass der Hund sich unwohl fühlt, wenn das Winseln jämmerlicher wird.

Jaulen... kann die Steigerung des Winselns sein und tritt meist bei dem Gefühl des Verlassenseins auf. Gewöhnen Sie Ihren Hund also gleich von Anfang an in kleinen Schritten daran, dass er auch mal eine kurze Zeit alleine zu Hause bleiben muss.

Schreien/Kreischen... wird oft durch einen plötzlichen Schmerz ausgelöst. Es kann aber auch vorkommen, dass ein Hund jämmerlich aufschreit, weil ihn eine Situation an eine frühere Schmerzerfahrung erinnert.

Wuffen/Fiepen... wird von einigen Hunden bei leichter Erregung verwendet.

Knurren... bedeutet meist, dass Vorsicht geboten ist. Ein Hund knurrt, um offensiv zu drohen, bevor er angreift, oder weil er Angst hat und möglicherweise aus dieser Angst heraus auch aggressiv reagieren könnte. Knurren ist immer eine Warnung und sollte nicht ignoriert werden. Auch wenn es beim Spielen vorkommt, ist die Möglichkeit gegeben, dass das Spiel „kippt“ und zum Ernst wird.


Im Laufe des Zusammenlebens mit dem Menschen lernt der Hund auch andere Laute, um sich besser verständlich zu machen. Es gibt z. B. Hunde, die sich nach einem tollen Spiel oder nach einem Spaziergang zufrieden und erschöpft auf ihre Decke legen und dann die Zufriedenheit mit einem tiefen Seufzer zum Ausdruck bringen. Wiederum gibt es Hunde, die eher seufzen, weil sie beleidigt sind (z. B. weil der Spielaufforderung nicht nachgekommen wurde). Hier findet sicher jeder Hund einen Weg, um sich mit seinem Partner zu verständigen. Von Kunden habe ich bereits gehört, dass einige Hunde auch grunzen oder schnauben, und in einem Fall weiß ich, dass der Hund fast wie eine Katze schnurrt, wenn er innig gestreichelt wird.

Bitte bedenken Sie aber in jedem Fall, dass Laute alleine nicht immer eindeutige Kommunikationsmerkmale sind und man zusätzlich auch die Körpersprache der Vierbeiner beachten sollte, um das Verhalten dann wirklich richtig zu deuten.










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