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Clicker / Clickertraining

Der Clicker dient der Hundeerziehung und ist ein Hilfsmittel zur positiven Bestätigung. Er macht ein Klick-Geräusch ähnlich dem Knackfrosch von Kindern.

Nach der klassischen Konditionierungsmethode können Sie Ihren Vierbeiner auf den Clicker trainieren und auf diese Weise zu einem bestimmten Verhalten oder Unterlassen bewegen.

Sollten Sie aus irgendwelchen Gründen gegen die Verwendung eines Clickers sein oder Sie einen sehr geräuschempfindlichen Hund haben, können Sie stattdessen auch ein Wort verwenden. Bitte wählen Sie ein kurzes Wort, das Ihr Hund noch nicht kennt und das im täglichen Sprachgebrauch nicht vorkommt. Bei dieser Alternativ-Methode ist auch wichtig, dass Sie das Wort immer in der gleichen Tonlage aussprechen.

Für den Anfang empfehle ich Ihnen, die Zeit VOR der eigentlichen Fütterung zu nutzen und einen entspannten Zeitpunkt ohne große Ablenkung zu wählen. Sie brauchen nur den Clicker, jede Menge besonders guter KLEINER Leckerchen (z. B. Fleischwurst oder Frankfurter Wurst in kleine Stücke geschnitten) und einen bequemen Stuhl. Es sei aber erwähnt, dass später auch die Position gewechselt werden sollte, denn Ihr Hund soll ja nicht lernen, dass es immer etwas Gutes gibt, wenn Sie auf diesem Stuhl sitzen.

Beginnen Sie, indem Sie Ihrem Hund zwei oder drei kleine Belohnungshappen geben, damit er weiß, dass es etwas Gutes gibt. Ab jetzt sollten Sie in der einen Hand den Clicker und in der anderen Hand stets ein Leckerli haben. Klicken Sie die ersten Male hinter Ihrem Rücken, um das Geräusch etwas abzuschwächen. Hunde hören wesentlich besser als wir Menschen und könnten sich möglicherweise erschrecken. Klicken Sie nun ein erstes Mal und am Ende des Tones öffnen Sie Ihre Hand und geben Ihrem Hund eine Belohnung. Bitte unbedingt darauf achten, dass der Hund das Leckerchen unmittelbar nach dem Klick bekommt. Diese Übung sollte etwa 15 Mal wiederholt werden. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass der Hund die Position ändert, sich setzt oder hinlegt. Das sollte für Sie aber nebensächlich sein.

Erfahrungsgemäß ist es für den Halter anfangs nicht einfach, das richtige Timing zu finden. In diesem Fall empfehle ich, sich erst einmal selbst – ohne Hund – auf den richtigen Zeitpunkt zum Klicken einzustimmen. Um zu lernen, den richtigen „Klick-Zeitpunkt“ zu treffen, können Sie einen Tennisball vor sich auf den Boden aufprallen lassen. In der anderen Hand sollten Sie den Clicker halten und immer genau dann klicken, wenn der Ball den Boden berührt. Sie werden merken, das ist gar nicht so einfach, wie es sich hier anhört.

Klicken Sie jedes Mal, bevor der Hund eine Belohnung bekommt. Hunde können Zusammenhänge bestimmter Ereignisse erkennen, und sicher lernt Ihr Hund schnell, die Verknüpfung Klick – Leckerchen herzustellen.

Sollte Ihr Hund Gewichtsprobleme haben, dann ziehen Sie ihm den entsprechenden Anteil einfach von seiner normalen täglichen Futterration ab.

Die Möglichkeiten beim Clickertraining sind sehr vielfältig und dienen neben der Hundeerziehung zusätzlich dem Miteinander und der Beschäftigung des Hundes.

Die Übungen sollten immer beendet werden, wenn es am Schönsten ist. Also dann, wenn Ihr Hund weiß, was Sie von ihm verlangen und auf jeden Fall, bevor er unkonzentriert oder müde wird.

Bevor man die Anforderungen weiter steigert, sollten 1-2 Tage Pause eingelegt werden.

Wenn Sie noch ungeübt sind, sollten Sie nicht ganz ohne professionelle Hilfe arbeiten. Um sicherzugehen, dass dieses Training für Ihren Hund geeignet ist, Sie das richtige Timing anwenden und nicht übereilt zu hohe Anforderungen an Ihren Vierbeiner stellen, ist die Unterstützung eines Hundetrainers oder Hundepsychologen zu empfehlen.




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