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MÄRZ 2011 - MARIA

Bilder Ende März 2011




 

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26. März 2011

Es war eine sehr aufregende und anstrengende Woche mit vielen Tierarztbesuchen, einem verordneten Bad mit antiallergischem Shampoo und eine aufregende stürmische Wiedersehensfreude mit ihren Adoptanten am Wochenende.

Da es Maria am letzten Wochenende sehr schlecht ging und sie auch am Montag und Dienstag das Beinchen noch nicht wieder belastet hat, ist mein Mann am Mittwoch mit ihr zur Tierärztin. Ein neues Röntgenbild zeigt noch immer entzündete Stellen und der Bruch ist nur leicht zusammen gewachsen. Die Fäden wurden gleich mitgezogen.

Am nächsten Tag bin ich dann mit Maria zu meiner Haustierärztin, um den für die Einreise nach England erforderlichen Bluttest machen zu lassen. Sicher fragen sich nun einige, warum ich diesen Bluttest nicht bei der behandelnden Tierärztin machen lassen habe. Nun, da gibt es eine einfache Erklärung: Meine Haustierärztin arbeitet in einer großen Tierklinik mit vielen englischen Kunden und hat daher viel mehr Erfahrung wie man am schnellsten zu den Ergebnissen des Tollwut-Titer-Tests kommt. Und auch wenn es die doppelte Gebühr kostet, haben wir uns - zusammen mit den neuen Haltern - für das deutsche Labor entschieden, da man bei einem Test über das einzige zugelassene Labor in Spanien (Granada) leider mehrere Monate auf das Ergebnis warten muss.

Da die Vorschriften des alternativen Labors aber auch strenger sind, müssen die Halter persönlich ein Formular unterschreiben, was bei dem Labor in Granada nicht notwendig gewesen wäre. Das wußte ich vorher nicht und ich bin daher sehr froh, dass Irene und Brian nun gerade dieses Wochenende hier sind, um ihre Kleine zu besuchen und wir somit nicht noch weitere Zeit verlieren.

Natürlich wollte meine Tierärztin Sonia auch wissen, wie der Zustand von Maria nach den Operationen ist und bat mich, am nächsten Tag das Röntgenbild zur Besprechung mitzubringen. Ich bin also am nächsten Morgen vor der Arbeit mit Maria und Röntgenbild noch mal zu Sonia, die nach Sicht des Röntgenbildes dann gleich einen Termin für uns mit dem Chirurgen Pepe vereinbart hat, damit er sich das Bild und Maria einmal selbst ansieht.

Ich fuhr dann direkt nach Guardamar zur Hauptklinik, um Maria Pepe vorzustellen. Im Anschluss an die Überprüfung ihres Zustandes sagte er, dass das Röntgenbild vermuten ließe, dass die Knochen noch gar nicht wieder fest aneinander gewachsen sein, er aber nach Abtasten und persönlicher Kontrolle doch nicht ganz so beunruhigt war und ebenfalls hofft, dass sie bei weiterer verordneter Ruhe und Antibiotika-Gabe in den nächsten 2 – 3 Wochen noch gute Fortschritte machen wird.

Er erklärte mir ausführlich das Röntgenbild, da ich leider bei der letzten Untersuchung mit der Tierärztin Pilar nicht persönlich dabei sein konnte. Es stellte sich heraus, dass der Knochen nicht nur an der Schulter gebrochen war, sondern ein zweiter Bruch im Oberarm ebenfalls noch nicht verheilt war. Das ist mir in der Besprechung mit Pilar vor lauter Aufregung vor der letzten Operation gar nicht bewußt geworden. Mir ist auch vorher nicht aufgefallen, dass neben den Schrauben auch das lange Metallstück schon entnommen wurde. Es bleibt allerdings abzuwarten, ob ihr Körper die Metallfäden, die noch bei einem der Brüche verblieben sind, auf Dauer annimmt, da es zur Zeit so aussieht als wenn sich wie in dem oberen Bruch vorher am Ende der Metallschiene nun auch um die Metallfäden beim unteren Bruch eine Entzündung bildet. Außerdem ist die Haut an einer Stelle am Knochen angewachsen und ich habe eine Einweisung bekommen, wie ich sie massieren soll. Dies könnte helfen, die Haut dort wieder abzulösen.

Nach all den nicht so schönen Nachrichten war dann aber auch schon Samstag und am Mittag kamen Irene und Brian, um ihre Kleine – wenn auch nur für 2 Tage – wiederzusehen und kuscheln zu können. Maria begrüßte sie nach über 3 Wochen Abwesenheit ganz aufgeregt und die Wiedersehensfreude war für alle ein rührender Moment.

Nun genießt sie die vielen Mitbringsel „ihrer Eltern“, denn sie haben ganz viel Spielzeug und neue Söckchen für die Kleine mitgebracht.
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Update 19. März 2011

Die Operation am Montag verlief leider nicht so einfach wie von der Tierärztin geplant. Eigentlich sollte es nur ca. 30 Minuten dauern, die 3 Schrauben zu entfernen. Aber schon nach dem Schnitt erkannte sie, dass dies länger dauern würde, da Maria doch schneller gewachsen ist als zu erwarten war. Außerdem schien ihr Körper das Metall abzulehnen, da sich am Ende der Metallschiene eine Entzündung gebildet hat.

Ich kam gerade in den OP als ein Tubus gelegt wurde und die Tierärztin Pilar mir dann sagte, dass sie mich anrufen würde, wenn ich Maria wieder abholen kann. Ich war natürlich schockiert und nervös und fühlte ich auch nicht in der Lage, bei der OP dabei zu bleiben. Nachdem nun also die 3 Schrauben entfernt wurden, musste auch die Schiene noch gekürzt werden. Die kleine Maus lag fast 3 Stunden in Narkose und ich konnte es kaum abwarten, sie wieder abzuholen.

Beim Abholen klärte ich mit der Tierärztin die Einzelheiten der medikamentösen Nachbehandlung und die tägliche Versorgung der Wunde und war entsetzt, dass die große Wunde offen bleiben sollte. Einerseits kann ich das verstehen, da der Verband der letzten Wochen starke Scheuerspuren „unter den Achseln“ hinterlassen hatte, die auch immer noch nicht verheilt waren. Anderseits hat Maria aber sehr trockene Haut und einen dadurch bedingten ständigen Juckreiz. Sie kratzt sich also eh schon sehr viel und die Gefahr ist groß, dass sie mit ihren scharfen Krallen an den Fäden hängen bleibt.

Nachdem Maria am Abend langsam wieder fit wurde, fing sie auch sofort an, sich zu kratzen. Haben Sie schon mal versucht, so schnell bei einem Welpen zu sein, um das Kratzen zu verhindern? Es ist unmöglich, es sei denn, Sie sind sehr schnell und sitzen oder stehen gerade zufällig neben dem Welpen.

Schon am gleichen Abend war klar, dass wir die Wunde definitiv nicht offen und ungeschützt lassen konnten. Ich bin also in die Apotheke gefahren, habe dort das Problem geschildert und einige besondere Pflaster und Verbände gekauft. Dann bin ich zu einem anderen Laden und habe dort die ersten Kinder-Shirts und Kindersocken gekauft, die aber nur wenige Stunden „überlebt“ haben, so dass ich am nächsten Tag dann richtige Kleidung für Hunde gekauft habe. Es ist übrigens gar nicht so einfach ein Hundeshirt in Größe L zu bekommen, denn eigentlich dienen sie dazu, kleine Hunde vor Kälte zu bewahren. Es gibt aber keine angemessene Kleidung mit der Bestimmung, den Hund vor seinen eigenen Krallen zu schützen.

Wir schützen sie nun also vor ihren Krallen der Hinterpfoten mit Socken und die genähte Wunde mit einer selbstgebastelten Konstruktion, so dass ich die Wunde täglich reinigen und beobachten kann und zusätzlich mit einem Shirt.

Außerdem beschloss ich, Maria mit ins Büro zu nehmen, weil ich sie dort einfach besser beobachten konnte. Das war zwar nicht immer ganz einfach, denn wenn ich Kundenbesuche bekam und aus meinem Büro gehen musste, hat sie sofort lauthals protestiert. Aber zum Ende der Woche wurden die Proteste schon etwas leiser...

Gerade haben wir einen Anruf von meinen englischen Nachbarn und Adoptanten von Maria erhalten, mit denen wir natürlich ständig in Kontakt sind, dass sie am nächsten Wochenende für 2 Tage kommen. Sie vermissen die Kleine so sehr und haben daher beschlossen, das seltene freie Wochenende für einen Kurztripp zu ihrem Nachwuchs zu nutzen. Maria wird sich am Samstag beim Wiedersehen sicher vor lauter Freude bepieseln... __________________________________________________________________
Update 13. März 2011

Die Eingewöhnung für uns, unsere Hunde und Maria ist noch in vollem Gange. Ich habe mich noch immer nicht daran gewöhnt, morgens um 7 Uhr fit genug zu sein, um mich einem kranken aber durchaus energiegeladenen Welpen zu stellen, der die erforderliche tägliche Versorgung mit Medikamenten, Verbänden etc. genauso blöd findet wie ich. Wer mich kennt weiß, dass ich am Wochenende gerne ausschlafe und dass ich ein Morgenmuffel bin, der mindestens 1 Stunde und diverse Tassen Kaffee benötigt, bevor der erste klare Gedanke gefasst werden kann oder das erste Wort die Lippen verlässt.

Hinzu kommt noch, dass unsere Conchi uns heute Nacht mit Durchfall geweckt hat. Sie ist sehr sensibel und ähnlich wie bei einigen Menschen schlagen auch bei ihr Veränderungen und Stress direkt auf den Magen- und Darmtrakt. Aber auch das kriegen wir sicher wieder hin.

Morgen wird Maria erneut operiert und die Schrauben aus ihrem Vorderbein werden wieder entnommen. Ich habe mir den Tag morgen für sie freigenommen und hoffe, alles verläuft planmässig.

Selbstverständlich berichte ich auch nächste Woche wieder an dieser Stelle!

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Update 6. März 2011

Am Freitag morgen war es soweit: Meine Nachbarn mussten sich für mindestens 7 Monate von ihrer gerade adoptierten Maria verabschieden und gaben den Welpen in unsere Hände zur weiteren Pflege bis die lange Wartezeit endlich vorbei sein wird.

Sie ist sehr lieb und anhänglich, eben einfach eine süße Maus. Aber trotzdem wird Maria unser Leben erst einmal auf den Kopf stellen und es wird stressiger. Hinzu kommt noch, dass unsere beiden eigenen Hunde bereits 12,5 Jahre alt sind, schon diverse typische Alterserscheinungen wie z. B. Arthrose haben und auch nicht mehr wirklich die Geduld für einen kleinen Welpen und seinen Spieltrieb aufbringen können. Außerdem hat Maria aufgrund der fast 2-monatigen Einnahme von Antibiotika starken Durchfall, was die Hausarbeit nicht gerade leichter macht.

Aber wir arbeiten an der Umgewöhnung für uns sowie daran, dass unsere Hunde ausreichend Ruhe bekommen und Maria nicht zu kurz kommt. Aber wir kriegen das schon hin. Schließlich sind wir froh, dass wir wieder einmal dazu beitragen können, einem Hund ein glückliches Leben in einer tollen Familie zu ermöglichen...




Bilder Anfang bis Mitte März 2011




 


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