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Sixx – Der Hund oder ich

Ich war schon bei der Sendung „Der Hundeflüsterer“ entsetzt zu sehen, wie wenig Verständnis die amerikanischen Hundehalter für ihre Vierbeiner haben und welche späteren Folgen die (für mich oft gewalttätige) Einflussnahme von Cesar Millan auf den Hund und ihre Halter haben würde.

Nun gibt es eine neue Sendung auf Sixx mit Victoria Stilwell, die scheinbar in Großbritannien und den USA als Hundetrainerin arbeitet. In der Sendung „Der Hund oder ich!“ wird glücklicherweise gänzlich auf Gewalt sowie auf Würgehalsbänder und Teletaktgeräte verzichtet, denn die Hundetrainerin arbeitet mit positiven Methoden und bietet den Hundehaltern gewaltfreies Hundetraining.

Denn mal ganz ehrlich: Der Einsatz derartiger „Hilfsmittel“ schafft möglicherweise einen schnelleren Erfolg, aber warum sollte der Hund unter der Dummheit, Unwissenheit und Rücksichtslosigkeit seiner Halter leiden. Und wer will die möglichen Folgen einer auf Gewalt basierenden Verhaltenstherapie auf sich nehmen?

Ich bin jedenfalls sehr betrübt zu sehen, dass es – zumindest in den USA – scheinbar immer noch Halter gibt, für die das tägliche Gassigehen und die Grunderziehung nicht zur Hundehaltung gehört. Viele setzen dem Hund überhaupt keine Grenzen und wundern sich, dass dann alles aus dem Ruder läuft. Manche handeln dem Hund gegenüber wirklich völlig ohne Rücksicht und Verstand.

Die neue Sendung mit Victoria Stilwell ist bei weitem nicht so spektakulär, aber man kann sie ansehen ohne befürchten zu müssen, dass ein Hund getreten, gewürgt oder zu gewaltsam zu Boden gedrückt wird, nur damit man in kurzer Zeit ein sichtbares Ergebnis erkennen kann. Eine gewaltfreie Verhaltenstherapie dauert hingegen sehr viel länger und ist für den Halter oft sehr zeitintensiv und stressig. Aber es lohnt sich, diese Zeit zu investieren; nicht nur aus Fairness dem Hund gegenüber.

Victoria Stilwell zeigt den Haltern im Gegensatz zu Cesar Millan Lösungsansätze auf, die ich für weitaus fairer halte. Motivation, Bewegung und Konsequenz stehen hier im Vordergrund. Grundsätzlich finde ich ihre Trainingsmethoden im Ansatz gut. In den wenigen Folgen, die ich bisher sehen konnte, waren die Methoden dem Fall entsprechend sinnvoll.

Sie ist sehr deutlich bei der Konfrontation mit den Haltern und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass dies bei einigen Hundehaltern dazu führen kann, das Training trotzig abzuändern oder gar abzubrechen.

Natürlich arbeitet nicht jeder Hundetrainer gleich und Unterschiede aufzuzeigen, muss nicht gleich Kritik bedeuten. Ich persönlich würde aber noch mehr Wert auf Präzision bei der Bestätigung und auf eine deutlichere Körpersprache im Umgang mit den Hunden legen.




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